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Boris Kiauka

Chile- Schlusswort

Hallo liebe Freunde des Flugsports,

zurück im kalten Deutschland melde ich mich noch einmal zu Wort. Noch voller Eindrücke dieser tollen Wochen in Chile kann ich nur zusammenfassend sagen, dass ich diese Zeit nie vergessen werde. Einfach jeden Tag fliegen zu können ist ein echter Wahnsinn.  Von morgens bis abends, egal wann, es geht immer. Sowas habe ich in dieser Form auch noch nicht erlebt. Ralf du hast nicht zu viel versprochen.

Die letzten Tage habe ich die Bilder sprechen lassen. Asche auf mein Haupt, dass ich euch nicht mehr mit Texten informierte. Doch waren die Tage lange und auch zum Teil feucht fröhlich zum Abend hin, wenn ihr wißt, was ich meine.

Unser 3 Tagestripp, in zum Teil knapp 5000 Meter, war eines der Highlight, der unvergessliche Momente für uns bereit hielt. Ob es das Mondtal Vale de la Luna, die Salzseen, oder die grünen Oasen in Mitten der höchst gelegenen Wüste der Welt waren, es war ein Naturerlebnis der ganz besonderen Art.

Über den tollen Fly Park habe ich ja schon meinen Kommentar niedergeschrieben. Danke noch mal an Allan, Philipp, seine Frau und Helfer. Ihr habt uns ne tolle Zeit bereitet. Und an Alle die mit uns vor Ort waren, ihr seid der Hammer gewesen. Fliegen verbindet die Kulturen.

Ralfs Vater Jacky ist auch besonders ein Dank auszusprechen. Er hat sich herzlich um uns gekümmert, ihm war kein Weg zu weit oder zu viel. Ob es ums leibliche Wohl ging oder um andere Dinge, er hat einen tollen Job gemacht. Vielen Dank, ich hoffe du hast noch eine schöne Zeit in Chile.

Natürlich nicht zu vergessen unser neuer Leiter des Papillon Alpenflugcenters im Stubaital Ralfi Ralf Reiter. Die gigantisch guten Eindrücke seiner Arbeit im Verlaufe des Jahres hat er noch mal getopt. Die Organisation vor Ort war beispielhaft. Vom Hol- und Bringservice, selbst nachts um halb 5, über das Rahmenprogramm neben dem Fliegen, seiner Geheimtips für die Gaumenfreuden, seiner Spanischkenntnissen, die sehr hilfreich waren, bis hin zur fachlichen Kompetenz am Funk zu jeder Zeit. haben mich echt Stolz gemacht. Stolz, dich in unseren Reihen fürs nächste Jahr und in der Zukunft zu wissen. Danke für deine Arbeit. Da konnte man viel lernen.

Zu Abschluss auch ein Dank an unsere Leser dieses Blogs und der zahlreichen, sehr positiven Rückmeldungen, Kommentare und Mails. Wir hoffen, daß wir Appetit gemacht haben, im nächsten Jahr mit dabei zu sein. Ich kann es nur empfehlen. Wen diese Bilder nicht heiß gemacht haben, dem ist eigentlich kaum zu helfen, hehe.

Somit sage Danke und good bye bis bald, wenn es wieder heißt, papillon aaaaauuuuf gehts !!!!!!!!!!!!!!!!!!

see y up in the sky

Euer Boris

Chile – 14.Tag

Moin moin an alle,

nach einem ausgiebigen Frühstück geht es heute in die Berge von San Pedro, bis auf ca. 4500 m hoch.

Werde dem entsprechend wohl kaum die Möglichkeit haben von dort aus zu schreiben, leider. Der Trip wird 3 Tage dauern. Sobald wir zurück sind, gibt es neueste Infos und Bilder der Ausfahrt.

Stimmung ist gut und wir sind voller Vorfreude. Ralf hat uns ja kräftig die Nase lang gemacht. Kili und er holen gerade die Leihwagen. So werden wir dann mit 3 geländegängigen Fahrzeugen unterwegs sein. Das muss wohl auch so sein, da wir auch Wege abseits der Straße nutzen wollen.

Bis zu unserer Rückkehr sende ich euch einen lieben Fliegergruß ……..

Papillon aaaauuuuuuuuf geht´s.

Bk

Zwischen den Flügen……..

….sitze ich hier gerade beim Blick auf den Flight Park. Mit dem Rauschen des Meeres im Hintergrund lasse ich die Szenerie auf mich wirken und mach mir so meine Gedanken.

Ich schau zu, wie Piloten verschiedener Nationalitäten am Packplatz sich in den Armen liegen und den Gefühlen freien Lauf lassen. Sie erzählen sich vom Erlebten. Körpersprache hilft über Sprachgrenzen hinweg. Ein glückliches Gesicht braucht kaum Worte. Diese Sprache der Gefühle verbindet und lässt Freundschaften entstehen. Gerade landet ein Spanier und schreit sein Glück heraus. Eine Gänsehaut legt sich über meinen Körper. Dieses zu erfahren macht unseren Sport so einzigartig.

Grenzenlose Freiheit gemeinsam erleben.

Hier ist es besonders beeindruckend zu spüren, daß alle Flieger zu einer großen Familie gehören. Egal woher man kommt, welche Sprache man spricht, oder welche Hautfarbe man hat. Doch noch mehr, welchen Schirm man fliegt und wie gut. Hier treffen sich Anfänger und echte Ausnahmepiloten an einem Tisch wieder und haben gemeinsam Spaß an ihrer Sache. Es kapseln sich keine Grüppchen ab oder grenzen andere aus. Jeder ist hilfsbereit dem Anderen gegenüber. Das macht die Sache sehr sehr angenehm.

Diese Gastfreundschaft der heimischen Piloten ist vorbildlich und auch ich kann davon einiges mitnehmen. Sie haben hier sehr wenig, aber das teilen sie. Sie sind sichtbar glücklich mit dem was sie haben. Sind wir es im Wohlstand auch?

Sie essen, trinken und gehen fliegen. Sie leben den Moment und pflegen die Gemeinschaft. Ist es nicht das, was wir manchmal verlernt haben? Einfach zu leben und zufrieden zu sein? Diese Frage kommt mir hier gerade und gehe da sehr selbstkritisch mit mir ins Gericht.

Gerade desshalb liebe ich so sehr meinen Sport. Weil er uns Kontakte und Einblicke verschafft, die einem beim All.- In.-Cluburlaub wohl in dieser Form eher verwährt sind. Am Pool hab ich nie diesen Glückshormonausschuss wie beim Fliegen.

Genau das ist es warum es für mich persönlich so reizvoll ist an Gleitschirmreisen Teil zu nehmen, oder sie selber auszurichten. Man kommt zusammen und kann füs Leben einiges lernen. Mich hat es im Leben weiter gebracht und es hat meinen Horizont extrem erweitert. Das werde ich dem Flugsport immer danken. Genau genommen hat es mein Leben gerettet. Die mich kennen, werden diesen Satz besonders gut verstehen……..

Nennt mich sentimental, aber mir war gerade danach……… Ich sage euch, das Leben ist viel zu kurz um nicht fliegen zu gehen.

B.K.

Chile 2009: 1. Tag

Es ist früh am Morgen, 5.00 Ortszeit als Thomas und ich das Flughafengebäude nach einem amüsanten Flug verliessen. Es war noch dunkel, aber angenehm warm. Da stand auch schon Ralf Reiter, der bereits ein paar Tage vor uns anreiste, mit seinem Pickup- Jeep gut gelaunt bereit, um uns zum Flight- Park zu bringen.

Voller Vorfreude, auf das was da kommen wird, fuhren wir auf der sehr gut ausgebauten Küstenstrasse ca. 25 min nach Iquique. Am Rande der Stadt öffnete Ralf uns das Tor zur Wohnanlage. Bereits hier, fühlten wir uns sehr wohl, als wir sahen, was unser Zuhause die nächsten 3 Wochen seien wird. Ralf zeigte uns unsere Unterbringungen die sehr wohnlich eingerichtet sind.

Wir zogen uns bis zum Frühstück zurück und nutzten die Zeit für einen kurzen aber erholsamen Schlaf. Als mich die Sonne wach kitzelte war es etwa 9 Uhr und es roch bereits angenehm nach Kaffee. Ralf war schon vor uns wach und hatte mit Kilian alles für ein tolles Frühstück vorbereitet. Es gab alles was unser Fliegerherz begehrte. Frische Brötchen, Schinken, Käse, Obst u.v.m., dazu einen leckeren O-Saft. Dieses Tag kann nur gut werden, dachte ich mir und genoss dabei den Blick aufs Meer. Ich bin beeindruckt, wie liebevoll dieser Flight- Park angelegt ist. Mit viel Liebe fürs Detail hat Philipp, der Chef dieser Anlage, in den letzten 23 Jahren hier einen Ort für Flieger aus der ganzen Welt geschaffen.

Ralf, der bereits seit 10 Jahren hier im Nov. seine Urlaube macht, hatte echt nicht zu viel versprochen. Hier eine gemütliche Ecke zum Chillen, da ein Grillplatz, dort eine Hängematte die zum Verweilen einlädt.

Mit dem Rauschen des Meeres in den Ohren und einem faszinieren Blick auf die 1200 m hohe Düne, die bis an die Anlage reicht, gab uns Ralf viele Informationen über Land und Leute. Alles ist von ihm gut vorbereitet und macht einen tollen Eindruck. Er checkte gleich mal das mitgebrachte Equipment, überprüfte alles auf seine Richtigkeit. Mit dem frisch geputzten Geländewagen fuhren wir gemeinsam die umliegenden Landeplätze ab und machten uns mit dem Fluggebiet vertraut.

Kilometerlange Sandstrände so weit das Auge reicht vermitteln einem sofort das Gefühl, hier ist für den Genussflieger alles, was das Herz begehrt.

Thomas, der erst Mitte diesen Jahres mit seiner Ausbildung begann, sagte in seiner bekannt trockenen Art: “Na, das iss ja alles super hier, da treff ja selbst ich als Anfänger jeden Landeplatz”.

Auf dem Rückweg durch die Stadt gaben wir den Kunden die Möglichkeit sich in einem Supermarkt, der keine Wünsche offen lässt, einzukaufen. Uns fällt auf, das die Stadt aus der Kolonialzeit sich in einer gewissen Aufbruchstimmung befindet. Vieles wird gebaut und hat westlichen Standart. Die Strandpromenade ist weitläufig und macht einen gepflegten Eindruck. Die Strassen sind gut ausgebaut und lassen den Verkehr flüssig fliessen.

Zurück im FP aklimatisierten wir uns bei dem ein oder anderen Cuba Libre, den ich uns mixte und mit viel Eis servierte. Zum Abend hin machten wir uns fertig und Ralf führte uns in die Stadt zu einem, von aussen unscheinbaren Lokal. Dieses über 100 Jahre alte Restaurant zog uns voll in seinen Bann. Nicht nur die
Räumlichkeiten waren beeindruckend, das Essen war ein Genuss vom aller
Feinsten. Wir haben fürstlich mit 7 Personen gespeist und und es uns
an nichts fehlen lassen. Das Ganze für nicht mal umgerechnet 10 € pro Person. Ich sage nur: “Hier lässt es sich mehr als aushalten”.

Es ist jetzt im Moment 1 Uhr die Nacht und liege bereits im Bett. Bin voller toller Eindrücke und kann den morgigen Tag kaum erwarten. Wir werden uns um 9 Uhr treffen, Ralf wird die Kunden mit den letzten Infos versorgen und dann geht es zum Fliegen, denn deshalb sind wir ja da.

Wir sende euch liebe Fliegergrüsse nach Europa, oder wo immer ihr auch seid. Melden uns bald wieder und berichten aus Südamerika.

Euer Ralf u. Boris